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Gemeinsamer Ausflug führte nach Pünderich und Reil

AWO-Ortsvereine Wittlich und Hochwald Morbach-Thalfang waren gemeinsam an der Mosel unterwegs

Erstmals hatten die AWO-Ortsvereine Wittlich und Hochwald Morbach-Thalfang zu einem gemeinsamen Ausflug eingeladen. Erste Station, im wahrsten Sinne des Wortes, war der Moselort Pünderich (VG Zell, Kreis Cochem-Zell). Dort stellte Manfred Simon, ein leidenschaftlicher Eisenbahner und Sammler, den Teilnehmenden sein privates Eisenbahnmuseum vor. In einem mehrstöckigen, jahrhundertealten Haus in der Eltzerstraße zeigte er verschiedene Raritäten und Utensilien aus der bewegten Eisenbahngeschichte auf beiden Seiten der Mosel. Auch Spielzeuge und jede Menge Schriftstücke und Urkunden kann Manfred Simon sein Eigen nennen. Nicht umsonst war er auch schon in der 850. Folge von „Eisenbahn-Romantik“ im SWR-Fernsehen zu sehen.

Verbunden mit einer ganz kurzen Fahrzeit war der zweite Zielpunkt der Nachbarort Reil (VG Traben-Trarbach, Kreis Bernkastel-Wittlich), der auf der anderen Moselseite gelegen ist. Nach einem kurzen Abstecher zum Fest der Freiwilligen Feuerwehr Reil, wurden die AWO-Freunde von Klemens Burg begrüßt. In den gut drei Stunden der Führung durch den tausendjährigen Weinort Reil zeigt sich deutlich, dass er ein kompetenter Kenner seines Ortes ist. Die Führung führte zu den Weingütern Steffens-Keß, Thorsten Melsheimer und Julius Treis, in denen je zwei edle Tropfen zur Probe vorgestellt wurden.

Als persönliches Dankeschön überreichte der AWO-Ortsverein Wittlich den beiden Vorstellenden, Manfred Simon und Klemens Burg, jeweils einen besonderen Schaumwein aus Frankreich.

Ansprechpartner:

Klaus Peter Gören

Bergweg 9

54497 Morbach

Tel. 06533 941457

E-Mail: Kontakt

25 Jahre AWO Morbach/Hochwald

"Die Idee war mir schon lange im Kopf", erinnert sich die 60-Jähirge Brigitte Heintel an die Vorgeschichte der Gründung. Hatte sie sich dem Sozialverband doch von jeher verbunden gefühlt. Mangels Zeit sei sie nur auf der Suche nach einem Vorsitzenden gewesen. Schließlich konnte sie Heinz Follmann für das Amt begeistern, das sie mittlerweile doch selbst inne hat. Ein "großer Schritt für die Entwicklung des Verbandes" war laut Heintel der Kauf des ehemaligen Postgebäudes in der Morbacher Bahnhofstraße. Im "AWO-Haus" sind heute vielfältige Aufgaben unter einem Dach vereint. So etwa der "Mobile Soziale Dienst" mit Funktionen wie Haushaltshilfe, Familienentlastung bei Krankheit oder der Betreuenden Grundschule. Bis 2000 gab es auch einen mobilen Krankenpflegedienst, der aber wegen der späteren Konkurrenzsituation eingestellt wurde. Daneben gibt es den Betreuungsverein, dessen Gründung auf der Reform des Vormundschaftsrechtes fußt. 2004 zog zudem die gemeinnützige Gesellschaft "Lernen und Arbeiten" mit dem Serviceprojekt Mandala im Haus der Arbeiterwohlfahrt ein, wo es auch eine Wasch- und Bügelstube gibt. "Eurem Einsatz ist es zu verdanken, dass dieses Haus mit Leben erfüllt ist", lobt AWO-Kreisvorsitzende Maria Bölinger das soziale Engagement des Ortsvereins "Hochwald Morbach-Thalfang". Dass es früher neben einem AWO-Möbellager auch eine Kleiderkammer gab, wird nach Einschätzung des Bezirksvorsitzenden Rudi Frick wohl schon bald nicht mehr Vergangenheit sein. Denn infolge von Hartz IV gebe es für Letztgenanntes wieder eine Nachfrage. Bei seinem Blick auf die Geschichte der 1919 von Marie Juchacz begründeten AWO in Deutschland hebt Frick deren Bedeutung für die demokratische Entwicklung hervor. Auszeichnungen mit Silber   "Demokratie und Arbeiterwohlfahrt sind in einem Atemzug zu nennen", so Frick. Sie seien untrennbar. Denn Arbeiterwohlfahrt sei zu allen Zeiten politisch gewesen, da "die Arbeit am Menschen immer personen- und gemeinschaftsbezogen zugleich sei." Im Anschluss zeichnete der Bezirksvorsitzende Rudi Frick – musikalisch begleitet vom Bläserensemble der Kreismusikschule – Christel Schmitt, Theodor Willems, Horst und Gisela Hubert, Lieselore Steck, Elisabeth Andretta und Brigitte Heintel mit der Silbernen Ehrennadel der Arbeiterwohlfahrt aus.